Viele stellen sich beim Fotografieren drinnen ganz automatisch direkt vor das Fenster, weil dort ohnehin am meisten Licht ist. Das Ergebnis ist aber oft ein eher flaches Bild, bei dem das Gesicht zwar hell beleuchtet ist, aber kaum Struktur oder Tiefe zeigt. Steht man stattdessen schräg zum Fenster, fällt das Licht seitlich auf das Motiv und betont Konturen, die bei direktem Licht sonst verloren gehen.
Der Unterschied lässt sich mit ein paar kleinen Schritten leicht ausprobieren. Zuerst stellt man das Motiv direkt vor das Fenster und macht eine Aufnahme, danach dreht man es um eine Vierteldrehung zur Seite und vergleicht beide Bilder miteinander. In den meisten Fällen wirkt die schräge Position deutlich lebendiger, weil Licht und Schatten nun gemeinsam die Form des Gesichts oder Gegenstands zeichnen.
So findest du den passenden Winkel
Es braucht keine genaue Gradzahl, um diesen Effekt zu erreichen, ein Gefühl für die richtige Position reicht völlig aus. Am einfachsten dreht man das Motiv langsam Schritt für Schritt, während man durch den Bildschirm beobachtet, wie sich Licht und Schatten verändern. Sobald eine Gesichtshälfte angenehm hell wird und die andere sanft im Schatten bleibt, ist meist der richtige Punkt erreicht.
Auch die Entfernung zum Fenster spielt dabei eine Rolle. Steht das Motiv sehr nahe am Fenster, wird der Unterschied zwischen hell und dunkel deutlicher, während etwas mehr Abstand das Licht insgesamt weicher und gleichmäßiger verteilt. Beide Varianten haben ihren eigenen Reiz, je nachdem, welche Stimmung das Bild am Ende vermitteln soll.
Diese kleine Gewohnheit, sich beim Fotografieren schräg statt frontal zum Fenster zu stellen, kostet kaum Zeit, verändert aber viele Innenaufnahmen spürbar zum Besseren. Mit etwas Übung wird es fast automatisch, zuerst kurz die Position zum Licht zu prüfen, bevor das Handy gehoben wird.