Werden zwei oder vier gleiche Gegenstände nebeneinander fotografiert, entsteht häufig eine strenge, fast künstliche Symmetrie, die das Auge schnell als eintönig wahrnimmt. Bei einer ungeraden Anzahl, etwa drei oder fünf Gegenständen, fällt es dem Auge dagegen leichter, natürlich zwischen den einzelnen Elementen zu wandern, weil sich immer ein Element leicht von der Mitte absetzt. Dieses einfache Prinzip lässt sich auf viele Alltagsmotive anwenden, ohne dass dafür besondere Vorbereitung nötig wäre.
Ob Tassen auf einem Tisch, Kerzen auf einem Fensterbrett oder Blätter, die für ein Bild arrangiert werden, in nahezu jeder Situation lässt sich die Anzahl leicht anpassen. Manchmal reicht es schon, einen einzelnen Gegenstand aus dem Bild zu nehmen oder einen weiteren dazuzustellen, um von einer geraden zu einer ungeraden Anzahl zu wechseln, und den Unterschied im fertigen Bild deutlich zu spüren.
So ordnest du die Gegenstände richtig an
Neben der reinen Anzahl spielt auch die Anordnung selbst eine Rolle. Werden die Gegenstände in einer geraden Reihe aufgestellt, wirkt das Bild trotz ungerader Anzahl weiterhin recht ordentlich und ruhig. Eine leicht versetzte Anordnung, bei der ein Element etwas näher, ein anderes etwas weiter entfernt steht, bringt zusätzlich Tiefe und Bewegung in das Bild.
Auch unterschiedliche Größen innerhalb der Gruppe können helfen, das Ergebnis interessanter zu machen. Ein größerer Gegenstand in der Mitte, umgeben von zwei kleineren an den Seiten, erzeugt eine natürliche Hierarchie im Bild, die dem Auge einen klaren Ausgangspunkt gibt, von dem aus es weiterwandern kann.
Dieses kleine Prinzip lässt sich schnell verinnerlichen und bei den unterschiedlichsten Motiven anwenden, von einem gedeckten Tisch bis hin zu Pflanzen im Garten. Wer künftig kurz die Anzahl der Gegenstände im Bild zählt, bevor ausgelöst wird, findet fast immer eine Möglichkeit, das Ergebnis mit dieser einfachen Regel zu verbessern.