Sobald es draußen dunkel wird, verändert sich die Stimmung in einem Zimmer spürbar, besonders wenn statt einer hellen Deckenlampe nur Kerzen brennen. Das warme, flackernde Licht wirft weiche Schatten und verleiht Gesichtern und Gegenständen einen goldenen Schimmer, den kaum eine andere Lichtquelle erzeugen kann. Wer diese Stimmung mit dem Telefon einfangen möchte, sollte sich bewusst Zeit nehmen, denn Kerzenlicht ist schwächer als gewöhnlich und verlangt etwas mehr Geduld.
Am besten funktioniert ein Bild bei Kerzenlicht, wenn das Motiv relativ nah an der Flamme steht, ohne dass die Kerze selbst zu dominant im Bild wirkt. So bekommt das Gesicht oder der Gegenstand genug Licht ab, während der Hintergrund angenehm dunkel und ruhig bleibt. Mehrere Kerzen zusammen liefern zudem gleichmäßigeres Licht als eine einzelne Flamme, die schnell einseitige Schatten wirft.
So bleibt das Bild ruhig und scharf
Da Kerzenlicht deutlich schwächer ist als Tageslicht, braucht das Telefon mehr Zeit, um genug Licht einzufangen. In dieser Zeit kann selbst eine kleine Bewegung der Hand das Bild unscharf werden lassen. Es hilft, die Ellbogen auf einer festen Unterlage abzustützen oder das Telefon kurz auf einem Tisch abzulegen, während die Aufnahme entsteht, um die nötige Ruhe zu gewährleisten.
Auch die Person vor der Kamera sollte für einen kurzen Moment möglichst still bleiben, da sich Bewegungen bei schwachem Licht besonders deutlich zeigen. Ein kurzes, ruhiges Zählen im Kopf, bevor ausgelöst wird, kann helfen, diesen Moment der Stille bewusst herzustellen, sodass das Bild am Ende scharf und klar wirkt.
Kerzenlicht eignet sich hervorragend für ruhige, stimmungsvolle Abendaufnahmen, sei es bei einem gemeinsamen Essen oder einem entspannten Abend zu Hause. Mit etwas Geduld und einer ruhigen Hand entstehen dabei Bilder, die eine ganz eigene, warme Atmosphäre einfangen, die bei hellem Licht kaum zu erreichen wäre.